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Michael Wohlgemuths
Holzschnitte zur Weltchronik
von Hartmut Schedel
(Stamp.Chigi.S.176)



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Dokumentation
Verleihung des Ratzinger-Preises

Wege der Begegnung mit Gott in unserer Zeit

Ansprache von Papst Franziskus am 9. November
Wege der Begegnung mit Gott in unserer Zeit
Liebe Brüder und Schwestern!

Es ist mir eine Freude, auch in diesem Jahr den »Ratzinger-Preis« persönlich verleihen zu dürfen. Es ist ein willkommener Anlass für mich. Zunächst möchte ich meiner Wertschätzung für die beiden illustren Persönlichkeiten Ausdruck verleihen, die uns gerade von Kardinal Amato vorgestellt wurden, dem Präsidenten des Wissenschaftlichen Komitees der Stiftung Joseph Ratzinger – Benedikt XVI. Dankbar begrüße ich Prof. Charles Taylor und P. Paul Béré SJ, ihre Familienangehörigen und die Bewunderer ihrer Arbeit, die sie bei diesem festlichen Augenblick begleiten, sowie die Verantwortlichen und Freunde der Stiftung. Aber ich freue mich auch über diese schöne Gelegenheit, meinem Vorgänger, dem lieben emeritierten Papst Benedikt XVI., erneut meine Wertschätzung und Zuneigung zum Ausdruck zu bringen. Wir sind ihm dankbar für die Lehre und das Beispiel, das er uns in seinem Dienst an der Kirche gegeben hat. Er hat nachgedacht, überlegt, studiert, zugehört, Dialog geführt, gebetet, damit unserer Glaube trotz des Wandels der Zeiten und Situationen lebendig und bewusst bleibe und damit die Gläubigen Rechenschaft für ihren Glauben ablegen können in einer Sprache, die ihnen ermöglicht, sich ihren Zeitgenossen verständlich zu machen und in Dialog mit ihnen zu treten, um gemeinsam Wege der Begegnung mit Gott in unserer Zeit zu suchen.

Das war stets ein tiefer Wunsch von Joseph Ratzinger, dem Theologen und Hirten, der sich nie in den Bereich einer rein konzeptuellen und idealisierten Kultur verschlossen hat, sondern der uns das Vorbild einer Wahrheitssuche gegeben hat, bei der Verstand und Glaube, Intelligenz und Spiritualität beständig miteinander verbunden werden. Alle Fachbereiche und Künste tragen unter diesem Blickwinkel zum Wachstum des Menschlichen bis hin zu seiner Fülle bei. Denn diese findet sich nur in der Begegnung mit der lebendigen Person Jesu Christi, dem fleischgewordenen Logos, der Offenbarung Gottes, der Liebe ist. In einem aktiven Dialog mit den sich im Lauf der Zeit verändernden und sich in den verschiedenen Teilen der Welt diversifizierenden Kulturen zu sein und zu bleiben, das ist eine Pflicht für die Theologie, aber zugleich ist es eine notwendige Voraussetzung für die Vitalität der christlichen Glaubens, für den Evangelisierungsauftrag der Kirche.

Tiefgründige Forschung

In dieser Hinsicht haben unsere beiden Preisträger einen bemerkenswerten Beitrag geleistet, dem wir heute mit Bewunderung und Dankbarkeit Anerkennung zollen.

Prof. Taylor hat sich im Lauf seines langen Lebens in Forschung, Lehre und Tat vielen Bereichen gewidmet, aber insbesondere hat er Verstand und Herz eingesetzt, um das Phänomen der Säkularisierung in unserer Zeit zu verstehen. Dies stellt in der Tat eine große Herausforderung für die katholische Kirche dar, ja für alle Christen, und wir können sagen, für alle, die an Gott glauben. Papst Benedikt hat mehrfach wiederholt, dass die Priorität seines Pontifikates darin bestand, Gott neu zu verkünden – den Gott Jesu Christi – in einer Zeit, in der er am Horizont weiter Bereiche der Menschheit unterzugehen scheint. Wenige Wissenschaftler haben sich die Frage der Säkularisierung mit so großem Weitblick gestellt wie Prof. Taylor. Wir sind ihm dafür dankbar, auch im Hinblick auf die Tiefgründigkeit, mit der er sich diese Frage gestellt und aufmerksam die Entwicklung der westlichen Kultur, die Strömungen des menschlichen Geistes im Laufe der Zeit analysiert hat. Dabei hat er die Merkmale der Modernität mit ihren komplexen Artikulierungen, ihren Licht- und Schattenseiten herausgearbeitet. So hilft er uns, in unverkürzter Weise die Gründe für die Veränderungen in der religiösen Praxis zu deuten. Er lädt uns ein, neue Wege zu erahnen und zu suchen, um die transzendentalen Dimensionen des menschlichen Geistes zu leben und auszudrücken, die geistlichen Dimensionen, in denen der Heilige Geist weiterhin am Werk ist, auch wenn wir uns auf den ersten Blick dessen nicht bewusst sind. [...]
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