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Treffen für den Frieden am Friedensmal in Hiroshima

Grenzen, die niemals überschritten werden dürfen

Ansprache von Papst Franziskus am 24. November
Grenzen, die niemals überschritten werden dürfen
Zu Beginn des Besuchs im Friedenspark überreichte eine Überlebende des Atombombenabwurfs vom 6. August 1945 dem Papst Blumen, die er am Mahnmal für die Toten niederlegte. Anschließend entzündete Franziskus eine Kerze und betete in Stille, während die Friedensglocke in einzelnen Schlägen erklang.
Am frühen Sonntag Abend besuchte der Papst den Ort des ersten Atombombenabwurfs der Geschichte. Heute befindet sich dort ein 1954 von einem japanischen Künstler entworfenes Mahnmal, das die Ruine eines Gebäudes in einer Grünfläche einschließt. An der Zeremonie nahmen Verantwortungsträger verschiedener Religionen sowie 20 Überlebende teil. Franziskus verurteilte den Bau und Besitz von Kernwaffen scharf. Er sagte:

»Wegen meiner Brüder und meiner Freunde will ich sagen: In dir sei Friede« (Ps 122,8).

Gott des Erbarmens und Herr der Geschichte, zu dir erheben wir unsere Augen von diesem Ort aus, der eine Wegkreuzung von Tod und Leben, von Niederlage und Wiederaufleben, von Leid und Erbarmen ist.

Hier sind von vielen Männern und Frauen, von ihren Träumen und Hoffnungen, inmitten von Blitz und Feuer nichts als Schatten und Stille zurückgeblieben. In einem Augenblick wurde alles von einem schwarzen Loch aus Zerstörung und Tod verschlungen. Aus diesem Abgrund des Schweigens hört man noch heute den lauten Schrei derer, die nicht mehr sind. Sie stammten aus unterschiedlichen Orten, sie hatten verschiedene Namen, einige von ihnen redeten fremde Sprachen. Sie wurden alle vom gleichen Schicksal vereint zu einer schrecklichen Stunde, die für immer nicht nur die Geschichte dieses Landes, sondern auch das Antlitz der Menschheit kennzeichnen sollte.

Ich gedenke hier aller Opfer und verneige mich vor der Stärke und der Würde derer, die über viele Jahre hinweg als Überlebende jener ersten Augenblicke die heftigsten körperlichen Schmerzen und in ihrem Geist die Keime des Todes ertragen haben, die an ihrer Lebenskraft weiter gezehrt haben.

Ich habe es als meine Pflicht betrachtet, als Pilger des Friedens an diesen Ort zu kommen, um im Gebet zu verweilen und der unschuldigen Opfer solcher Gewalt zu gedenken. Dabei trage ich im Herzen auch die Bittrufe und Anliegen der Männer und Frauen unserer Zeit, insbesondere der jungen Menschen, die sich nach Frieden sehnen, für den Frieden arbeiten, sich für den Frieden aufopfern. Ich bin an diesen Ort gekommen, der reich ist an Erinnerung und Zukunft, und trage dabei den Schrei der Armen mit mir, die immer die wehrlosesten Opfer von Hass und Konflikten sind.

Ich möchte mich in Demut zur Stimme all derer machen, deren Stimme nicht gehört wird und die mit Beunruhigung und Angst die wachsenden Spannungen beobachten, die unsere Zeit durchziehen, die unannehmbaren Gegensätze und Ungerechtigkeiten, die das menschliche Zusammenleben bedrohen, die schwerwiegende Unfähigkeit zur Sorge um unser gemeinsames Haus, den andauernden, krampfhaften Rückgriff auf Waffen, als ob diese eine friedliche Zukunft gewährleisten könnten. [...]
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