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Kirche in der Welt
Erklärung der Bischöfe der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (ComECE) aus Anlass des 30. Jahrestages des Berliner Mauerfalls

Eine prophetische Dimension

Eine prophetische Dimension
Durch den Bau der Berliner Mauer seit 1961 schottete sich die DDR vollkommen gegen den Westen ab. Über 100 Menschen starben beim Versuch, sie zu überwinden. Nach Gewährung der Reisefreiheit öffnete die DDR neue Grenzübergänge. Dort versammelten sich Menschenmengen, die auf die Öffnung warteten und jedes herausgehobene Betonelement bejubelten.
Brüssel. Zum 30. Jahrestag der DDR-Grenzöffnung erinnert die EU-Bischofskommission an die »historische Wende«, die nur durch das friedliche Engagement vieler Europäerinnen und Europäer möglich gewesen sei. Der Bau von Mauern sei niemals eine Lösung. Die Erklärung wurde von der Vollversammlung der COMECE angenommen, die unter dem Vorsitz des Präsidenten Kardinal Jean-Claude Hollerich vom 23. bis 25. Oktober in Brüssel stattfand. Die ComECE besteht aus delegierten Europabischöfen der katholischen Bischofskonferenzen der 28 Mitgliedsstaaten der EU, die den folgenden Text der Erklärung unterzeichnet haben:

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 war eines der wichtigsten Ereignisse der jüngeren europäischen Geschichte. Es war ein Moment voller Emotionen. Nachdem sie länger als 28 Jahre durch eine Betonmauer getrennt wurden, konnten sich die Berliner – Verwandte, Freunde und Nachbarn – wiedersehen, feiern und ihre Freude und Hoffnungen zum Ausdruck bringen. Von diesem Moment an sah die Welt anders aus.

Die Mauer war ein Symbol der ideologischen Spaltung Europas und der ganzen Welt. Die Veränderungen, die sich Anfang 1989 in Ungarn vollzogen hatten, die zaghafte Öffnung des Eisernen Vorhangs im April und die ersten freien Wahlen in Polen im Juni waren Wegbereiter des Berliner Mauerfalls – ein Ereignis, das den Weg für die Wiedererlangung der Freiheit nach mehr als 40 Jahren repressiver Regime in den mittelund osteuropäischen Ländern ebnete. Es war eine historische Wende, die nur dank dem Engagement einer großen Zahl von Europäern möglich wurde, die ständig, aber friedlich, ihr starkes Verlangen nach politischem Wandel zum Ausdruck gebracht hatten.

Es ist wahr, dass nicht alle Erwartungen erfüllt wurden, die der Mauerfall mit sich hervorgebracht hatte. Es stimmt ebenso, dass die Ideologien, die hinter dem Bau der Mauer standen, in Europa nicht vollständig verschwunden sind und noch heute in verschiedenen Formen in Erscheinung treten. Als Christen bekennen wir auch, dass Christus »unser Friede ist. Er vereinigte die beiden Teile und riss die trennende Wand der Feindschaft […] nieder« (Eph 2,14). Der Mauerfall ist nicht nur ein geschichtliches Ereignis, das gefeiert werden soll, sondern er hat auch eine prophetische Dimension. Er hat uns gelehrt, dass der Bau von Mauern zwischen den Menschen niemals die Lösung sein kann und somit ein Aufruf ist, sich für ein besseres und stärker zusammenwachsendes Europa einzusetzen.

Wir sollten uns an die wichtige Rolle des Heiligen Johannes Paul II. und seine Ermutigung erinnern: »Europa muss mit zwei Lungenflügeln atmen!«

Wir erkennen an, dass der Heilungs- und Versöhnungsprozess fragil und schwierig ist. Für einige der Opfer der früheren repressiven Regime ist dieser Prozess heute noch nicht abgeschlossen. Ihre Entschlossenheit, ihr Engagement und ihr Leiden waren entscheidend für die Freiheit, die Europa heute genießt. Dennoch wollen wir diese Zeichen der Hoffnung, diese Erwartungen an eine bessere Zukunft in Europa und alle seine Bürger wiederbeleben und fördern. Sie sind dieselben, die diesen historischen Moment im November 1989 erst ermöglichten. [...]
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