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archivierte Ausgabe 6/2016
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Die Themen
des Osservatore Romano
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Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
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Kultur |
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Einblicke in das Imperium Romanum – Die römischen Kaiser von Augustus bis zu Konstantin dem Großen (Teil 26) |
Philippus Arabs – ein Orientale auf dem Kaiserthron |
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Büste von Kaiser Philippus Arabs, Neues Museum Berlin |
Von Claudia Kock
Der 21. April 753 vor Christus gilt traditionell als das Gründungsdatum der Stadt Rom. »Berechnet« wurde es gegen Ende der Römischen Republik vom Gelehrten Varro, ausgehend vom mythologischen Datum des Untergangs der Stadt Troja – als deren Wiedergeburt die Stadt Rom gilt – unter Zuhilfenahme astrologischer Formeln. Seit Kaiser Augustus wurden »Säkularfeiern« zu Ehren der Stadtgründung abgehalten. In die Regierungszeit des Kaisers Philippus Arabs, der nach dem Tod Gordians III. im Frühsommer 244 in Rom einzog, fiel ein ganz besonderes Datum: der 21. April 248 – die Tausendjahrfeier der Stadt Rom. Die Verschiebung um ein Jahr ergibt sich aufgrund der Tatsache, dass es kein Jahr »null« gibt, sondern auf das Jahr 1 vor Christus das Jahr 1 nach Christus folgt.
Philippus war, wie sein Beiname schon sagt, arabischer Herkunft, wahrscheinlich der Sohn eines syrischen Stammesführers in römischen Diensten. Er dürfte bei Regierungsantritt zwischen 40 und 60 Jahre alt gewesen sein und wurde in der römischen Provinz »Arabia Petraea« geboren, etwa 100 Kilometer östlich des Sees Genezareth, also unweit der Stätten des irdischen Lebens Jesu.
Philippus blieb gut ein Jahr lang in Rom und brach dann an die Donau auf, wo Karpen und Germanen Raubzüge in das Römische Reich durchführten. Er konnte sie zurückdrängen und kehrte 247 als »Carpicus« und »Germanicus maximus« im Triumph nach Rom zurück.
Philippus Arabs gilt als verantwortungsbewusster Kaiser. Insbesondere kümmerte er sich um das Mietrecht und setzte sich für die Anliegen der Landpächter ein. Außerdem ließ er das Straßensystem ausbauen, bekämpfte das Räuberunwesen und kümmerte sich um die Getreide- und Wasserversorgung der Stadt Rom und die Belange anderer Städte des Reiches.
Für die Legitimierung seiner Herrschaft erwies sich seine Ehe mit Marcia Otacilia Severa als vorteilhaft. Da diese den Familiennamen des Severischen Kaiserhauses trug – wahrscheinlich hatte ihre Familie ihn während der Herrschaft der Severer angenommen –, wurde dieser auf ihren gemeinsamen Sohn übertragen, der im Jahr 237 geboren wurde. Schon 247 – also mit nur 10 Jahren – erhob Philippus seinen Sohn zum Mitregenten, so dass offiziell zwei Kaiser an der Spitze des Reiches standen: Philippus Arabs und sein Sohn Philippus II. Severus. So stellte Philippus Arabs sich selbst in die Tradition der Severer, was sein Ansehen beim Senat und beim Volk erhöhte.
Höhepunkt dieser Selbstinszenierung war die bereits erwähnte Tausendjahrfeier der Stadt, die mit großem Aufwand ausgerichtet wurde und Rom vom 21. April 248 an drei Tage und drei Nächte in ein rauschendes Fest verwandelte. Dabei kam Philippus die Tatsache zugute, dass sein Vorgänger Gordian III. den eigenen Triumph über die Perser sorgfältig geplant hatte. All die wilden und exotischen Tiere, die Gordian III. für die Spiele anlässlich seines zukünftigen Triumphs unter großem Aufwand nach Rom hatte bringen lassen, setzte Philippus jetzt für die Spiele der Tausendjahrfeier ein, ebenso wie die 2000 Gladiatoren, die unter Gordian bereits für die Kämpfe ausgebildet worden waren. [...]
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