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archivierte Ausgabe 32/2012
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Die Themen
des Osservatore Romano
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Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
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Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
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Kultur |
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Die Sixtinische Kapelle in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts |
Nicht immer im Gefolge des Papstes |
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Die Sänger der Sixtinischen Kapelle übernehmen bei den Liturgiefeiern des Papstes die musikalische Gestaltung |
Von Claudio Annibaldi
Unter den zahlreichen Definitionen, mit denen man versucht hat, die Einzigartigkeit der Päpstlichen Kapelle im Vergleich zu anderen Kirchenchören auf den Punkt zu bringen, gibt es auch eine, die sie als den persönlichen Chor des Papstes charakterisiert, statt als den Chor einer bestimmten Kirche. Diese Definition erfaßt allerdings nur den Aspekt der Abhängigkeit der Kapelle vom regierenden Papst, der als erster ins Auge springt – nämlich den, daß sie den musikalischen Teil der in Gegenwart des Papstes zelebrierten Riten monopolisiert – aber eine Reflexion hierüber ist ein guter Ansatz, um besser zu verstehen, was diese Institution tatsächlich einzigartig gemacht hat, und zu klären, was genau im Arbeitsvertrag vorgesehen war und was die speziellen Aufgaben waren, denen der Chor seine Entstehung verdankt.
Fangen wir mit der Tatssache an, das die erwähnte Definition am besten zu untermauern vermag: die Beständigkeit, mit der die päpstlichen Sänger nicht nur den Papst begleiteten, wann immer er auch in dieser oder jener römischen Kirche eines Chores bedurfte, sondern sie folgten ihm auch auf den jahreszeitlich bedingten Transfers von den vatikanischen Palästen in etwas gesündere Lagen Roms. Dies geschah vor allem gegen Ende des Frühlings und im Herbst (die Päpste des 17. Jahrhunderts pflegten die heißesten Monate des Jahres auf einem Landsitz zu verbringen – vor allem in Frascati oder Castel Gandolfo – es war nicht vorgesehen, daß die Kapelle ihnen auch dorthin folgte).
Im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts begann der – gemeinhin der überdimensionalen Pferdestatuen wegen, die vor dem unter Gregor XIII. errichteten Palast standen, auch »Montecavallo « (»Pferdeberg«) genannte – Quirinalshügel, eine besondere Rolle zu spielen. Aber noch Clemens VIII., der im Jahr 1592 den Stuhl Petri bestieg, entschied sich oft dafür, den Sommer am Hang des genannten Hügels zu verbringen, da dieser von denen, die mit der Kurie »Geschäfte« zu erledigen hatten, bequemer zu erreichen war. Für diesen Fall gab es zwei Gebäude, von denen er jeweils einen als vorübergehenden Wohnsitz auswählte: den Palast seiner Familie, den die Colonna an der »Piazza Santi Apostoli« besaß, oder aber den Palast »San Marco« (den heutigen »Palazzo Venezia«), ein Gebäude ziemlich genau in der Mitte zwischen dem genannten Platz (Santi Apostoli) und dem Kapitol, das der Heilige Stuhl schon vor Zeiten dem Botschafter der »Serenissima« (der Republik Venedig) und dem Titelkardinal der an den Palast angebauten Basilika San Marco überlassen hatte.
Nun, wohin auch immer die Umzüge der Päpste in diese oder jene Zone Roms gingen, sie brachten jedenfalls jedesmal ein logistisches Problem mit sich, mit dem sich die päpstlichen Sänger bis weit ins 17. Jahrhundert hinein herumschlagen mußten: keiner der Paläste, die in Alternative zum Vatikan als Sitz gewählt wurde, verfügte über eine Kapelle, in der sie in würdigem Rahmen ihrem alltäglichen Dienst nachkommen konnten. So kam es, daß sich die päpstlichen Sänger, wenn der Papst nicht gerade in den Palast San Marco zog, wo es die soeben erwähnte Basilika gab, daran anpassen mußten, eben in der Nähe seiner neuen Residenz aufzutreten: im Oratorium oder in der Kirche San Marcello an der Via del Corso, wenn der Papst sich dafür entschieden hatte, auf dem Quirinal zu residieren, oder aber in der Basilika Santi Apostoli, am gleichnamigen Platz, wenn er die Gastfreundschaft der Familie Colonna annahm. [...]
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