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archivierte Ausgabe 30/2012
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Die Themen
des Osservatore Romano
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Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
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Kultur |
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Die Kreuzgänge berühmter Basiliken, Klöster und Abteien in Rom – Wege, auf denen man sich selbst finden kann (11) |
Bescheidenes Kloster in Trastevere |
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Einer der Kreuzgänge mit den achteckigen Säulen aus dem 15. Jh. |
Bei einem Spaziergang durch Trastevere, ein charakteristisches Viertel der Ewigen Stadt, sollte man nach Möglichkeit die Kirche San Cosimato mit ihren wunderbaren Kreuzgängen besuchen. Der Bau ist etwas verborgen, denn er ist in einer öffentlichen Klinik integriert. Der erste Teil des Artikels geht insbesondere auf die Geschichte und die Umgebung von San Cosimato ein.
Trastevere ist mit seinen verschlungenen, doch malerischen Gäßchen – neben dem eigentlichen »centro storico« mit dem Kapitol, Forum Romanum, Kolosseum und den unzähligen anderen faszinierenden historischen Stätten – eines der authentischsten Viertel der Ewigen Stadt. Hier kann man unmittelbar hinter dem berühmten Platz um »S. Maria in Trastevere«, die den Mittelpunkt des liebenswürdigen Quartiers bildet, durch enge Sträßchen mit frisch aufgehängter Wäsche flanieren, in urigen Läden stöbern oder in volkstümlichen Lokalen einkehren. Zum unverwechselbaren Flair von Trastevere tragen neben der eben erwähnten »S. Maria in Trastevere« die frühchristlichen Gotteshäuser »S. Cecilia« und »S. Crisogono« sowie das versteckte »S. Benedetto in Piscinula« und viele noch ursprünglich erhaltene mittelalterliche Häuser bei. Ebenso bemerkenswert sind römische Bauten, wie die etwas versteckt gelegenen Reste der Aurelianischen Mauern oder das acht Meter unter der Erde gelegene »Excubitorium«, die Kaserne der Feuerwehr in der Via della Settima Corte Nr. 9 (Besichtigung nur mit besonderer Genehmigung oder einer Führung).
Unerwartetes Juwel in einem Krankenhauskomplex
Ein gänzlich unerwartetes Juwel ist hingegen in einer öffentlichen Klinik integriert, die gegenüber dem »Ministero della Pubblica Istruzione« (Italienisches Unterrichtsministerium) in der Via Emilio Morosini 30 liegt. Man kann es auch von der Piazza S. Cosimato aus erreichen: die gleichnamige Kirche mit zwei wunderbaren Kreuzgängen. Einer stammt aus dem Mittelalter, der andere aus der Renaissance. Dies alles ist heute Teil des »Nuovo Ospedale Regina Margherita« (Neues Krankenhaus Königin Margherita).
Gelangt man zu der Einfahrt in der Via Emilio Morosini, deutet gar nichts darauf hin, daß sich dahinter der größte Kreuzgang von Rom befindet. Benutzt man hingegen das Tor an der Piazza S. Cosimato, eigentlich Via Roma Libera 76, und läßt die große Einfahrt hinter sich, kommt man, der Straße folgend, durch einen weiten Bogen in den Kreuzgang. Doch welch ein Bild bietet sich dem Besucher: Ärzte, Pflegepersonal und Patienten eilen hastig und achtlos durch die einstigen Korridore des mittelalterlichen Klosterhofes, der teilweise in Anstaltsabteilungen umgewandelt wurde. An glorreiche vergangene Zeiten scheint außer den Arkaden, welche die Gänge vom Hof trennen und die von meist schiefen Doppelsäulen gestützt werden, nichts zu gemahnen.
Die Piazza San Cosimato gehört zu den belebtesten Plätzen des malerischen Viertels Trastevere. Der ehemals chaotische und vom Autoverkehr total vereinnahmte Platz wurde mittlerweile in eine Fußgängerzone umgewandelt und wird einerseits als Kinderspielplatz, anderseits als Markt genutzt. Der noch vor kurzem im Straßenpflaster des 20. Jahrhunderts eingeschachtete Prothyron (übergiebelter Vorbau über zwei antiken Säulen), der Haupteingang des Konvents, lag daher tiefer und bot ein bemitleidenswertes Bild.
Dieser Zustand wurde vor einigen Jahren geändert, der Asphalt entfernt, der Prothyron aus seiner ganz und gar unwürdigen Situation hervorgeholt und im Zuge der gesamten Platzumgestaltung wurde vor dem Prothyron eine breite, niveaugleiche Passage für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Autos dürfen nur noch in einer Spur abseits verkehren. [...]
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Meditationen von Papst Franziskus bei den Frühmessen in Santa Marta 2013
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