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archivierte Ausgabe 10/2016
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Die Themen
des Osservatore Romano
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Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
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Kultur |
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Rom – Faszinierender »Untergrund« einer sehenswerten Basilika |
Wo einst Johannes und Paulus wohnten |
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Martyrium der heiligen Johannes und Paulus, Skizze von Guercino um 1630/32 |
Dass die römische »Unterwelt« faszinierende Eindrücke vermitteln kann, zeigt sich auch unter der Basilika Santi Giovanni e Paolo. Konkret: Bei den gut erhaltenen Überresten mehrerer Wohnungen aus der Spätantike. Machen wir also eine Entdeckungstour …
Von Bernhard Hülsebusch
Vom Kolosseum, dem Wahrzeichen der Ewigen Stadt, führt unser Weg auf den nahegelegenen Caelius, einen der sieben Hügel des antiken Rom. Dort von der Via Claudia nach rechts durch das uralte, enge Steintor »Arco di Dolabella« und eine kurze, den Park »Villa Celimontana« begrenzende Straße hin zu der imposanten Basilika, die nach den Heiligen Johannes und Paulus benannt ist.
Mit ihr hat es seine besondere Bewandtnis. Denn sie wurde ursprünglich vom Senator Byzantius und seinem Sohn Pammachius zwischen 398 und 404 n. Chr. über den Ruinen mehrerer stattlicher Bauten aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten errichtet. Über diese heißt es auf der wichtigsten einschlägigen Internetseite (www.caseromane.it ): »Sie gehören zu den faszinierendsten Stätten des unterirdischen Rom – wegen der außerordentlich guten Erhaltung der freskengeschmückten Räume und ihrer religiösen Bedeutung.« Stimmt.
Man schrieb das Jahr 1887, als Pater Germano di San Stanislao, damals Rektor der Basilika und passionierter Archäologe, bei Grabungen diese Stätten entdeckte. Was der Passionistenpater vor allem suchte, waren die Gräber jener ranghohen kaiserlichen Beamten Johannes und Paulus, zweier Brüder, die – laut christlicher Überlieferung – hier 362 n. Chr. bei einer Christenverfolgung als Märtyrer starben.
Der historische Hintergrund? Zwar hatte Kaiser Konstantin der Große das Christentum zur dominierenden Religion im römischen Reich gemacht, aber sein Neffe, Kaiser Flavius Claudius Julianus (361-363), wollte das Heidentum wieder aufleben lassen – weshalb ihn die Christen Julian Apostata, sprich: »der Abtrünnige«, nannten und er als solcher in die Geschichte einging.
Für Pater Augusto Matrullo, der uns als jetziger Rektor der Basilika freundlich empfängt und informiert, besteht kein Zweifel, dass es sich bei jenem Märtyrertod nicht um eine fromme Legende, sondern um die reine Wahrheit handelt. »Auf Wunsch von Julian Apostata sollten die beiden Hofbeamten ihrem christlichen Glauben abschwören und mit dem heidnischen Kaiser zusammenarbeiten«, erläutert Pater Augusto gegenüber unserer Zeitung. »Als sie dies verweigerten, wurden sie enthauptet, just hier in ihren Wohnungen.« Eben deshalb habe man diesen Opfern, die wie alle frühchristlichen Märtyrer als Heilige gelten, die Basilika gewidmet. Der von Pater Germano entdeckte altrömische Gebäudekomplex bestand allem Anschein nach anfangs aus zwei Häusern. Das erste, vornehmere, mit einer privaten Badeanlage im Erdgeschoss und Wohnungen im ersten Stock; das zweite, etwas später entstandene Haus mit Läden im Erdgeschoss und ebenfalls darüberliegenden Wohnungen. Im 3. Jahrhundert n. Chr., so die Archäologen, wurden die beiden Gebäude vereint und in eine elegante, mit Fresken geschmückte »domus« verwandelt. Die Wandgemälde dort sind, bedingt durch ihre unterschiedliche Entstehungszeit und die verschiedenen ikonographischen Absichten, von großer Vielfalt. Die meisten noch heidnisch mit vielen Motiven aus der Mythologie, die späteren jedoch christlich geprägt. [...]
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