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Aus dem Vatikan
Eucharistiefeier im Petersdom am Welttag der Armen, 33. Sonntag im Jahreskreis

Die Armen führen uns direkt zum Herrn

Homilie von Papst Franziskus am 17. November
Die Armen führen uns direkt zum Herrn
An dem Gottesdienst nahmen viele Arme und ehrenamtliche Helfer teil. Die Armen seien in Gottes Augen kostbar, »weil sie nicht die Sprache des Ich sprechen«, sagte Franziskus. Man müsse die Sprache Jesu sprechen, »die Sprache der Liebe, die Sprache des Du«. Jeder Christ solle sich fragen, ob er »zumindest einen Armen als Freund« habe. Papst Franziskus hatte den Welttag der Armen 2016 eingeführt.
Heute im Evangelium überrascht Jesus seine Zeitgenossen und auch uns. Als man gerade den prächtigen Tempel in Jerusalem pries, sagt er nämlich, dass davon »kein Stein auf dem andern« (Lk 21,6) bleiben wird. Warum spricht er diese Worte über eine so heilige Einrichtung, die nicht bloß ein Gebäude, sondern ein einmaliges religiöses Zeichen war, ein Haus für Gott und das gläubige Volk? Warum prophezeit er, dass die unerschütterliche Gewissheit des Volkes Gottes einstürzen sollte? Warum schließlich lässt der Herr zu, dass Gewissheiten einstürzen, während es sie in der Welt immer weniger gibt?

Suchen wir nach Antworten in den Worten Jesu. Er sagt uns heute, dass gleichsam alles vergehen wird. Gleichsam alles, aber nicht alles. An diesem vorletzten Sonntag im Jahreskreis erklärt er, dass die vorletzten Dinge einstürzen, vergehen werden, nicht die letzten: der Tempel, nicht Gott; die Reiche und die Angelegenheiten der Menschheit, nicht der Mensch. Die vorletzten Dinge vergehen, die oft endgültig scheinen, es aber nicht sind. Es sind imposante Realitäten wie unsere Gotteshäuser und schreckliche Dinge wie Erdbeben, Zeichen am Himmel und Kriege auf Erden (vgl. V. 10-11): Uns scheinen sie Tatsachen für die Titelseite zu sein, doch der Herr setzt sie auf die hinteren Seiten zurück. Auf der Titelseite bleibt, was nie vergehen wird: der lebendige Gott, der unendlich größer ist als jedes Gotteshaus, das wir bauen, und der Mensch, unser Nächster, der mehr zählt als alle Nachrichten der Welt. Um uns zu helfen, damit wir erfassen, was im Leben zählt, warnt der Herr uns also vor zwei Versuchungen.

Die erste besteht in der Versuchung der Eile, des Sofort. Für Jesus braucht man nicht dem nachzulaufen, der sagt, das Ende komme sofort, und »die Zeit ist da« (V. 8). Man braucht also nicht dem folgen, der Alarmmeldungen verbreitet und die Angst des anderen oder Zukunftsängste speist, weil die Angst Herz und Geist lähmt. Wie oft lassen wir uns jedoch von der Eile, alles und sofort wissen zu wollen, verführen, vom Kitzel der Neugier, von der neuesten aufsehenerregenden oder skandalträchtigen Nachricht, von anrüchigen Geschichten, vom Geschrei dessen, der am lautesten und wütendsten schreit, von dem, der sagt: »Jetzt oder nie.« Diese Eile aber, dieses Alles-und-Sofort kommt nicht von Gott. Wenn wir uns um das Sofort Sorgen machen, vergessen wir das, was für immer bleibt: Wir jagen den vorbeiziehenden Wolken nach und verlieren den Himmel aus dem Blick. Angezogen vom letzten Rummel, finden wir keine Zeit mehr für Gott und für den Mitmenschen, der neben uns wohnt. Wie wahr ist das heute! Getrieben von der Begierde, zu laufen sowie alles und sofort zu erlangen, wird uns der lästig, der zurückbleibt. Und er wird für Abfall gehalten: die Alten, die Ungeborenen, die Menschen mit Behinderung, die für unnütz erachteten Armen. Man läuft in Eile, ohne sich darüber Sorgen zu machen, dass die Distanzen zunehmen, dass die Gier einiger weniger die Armut vieler vergrößert.

Als Gegenmittel für die Eile schlägt Jesus heute jedem die Beharrlichkeit vor: »Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen« (V. 19). Beharrlichkeit heißt jeden Tag weitergehen und dabei die Augen auf das gerichtet halten, was nicht vergeht: der Herr und der Nächste. Deswegen ist die Beharrlichkeit die Gabe Gottes, mit der all die anderen Gaben, die er schenkt, bewahrt werden (vgl. Augustinus, De dono perseverantiae, 2,4). Bitten wir für einen jeden von uns und für uns als Kirche darum, im Guten beharrlich zu sein und nicht das aus dem Blick zu verlieren, was zählt. [...]
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