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archivierte Ausgabe 46/2019
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Die Themen
des Osservatore Romano
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Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
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Aus dem Vatikan |
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Generalaudienz auf dem Petersplatz am 6. November |
Brücken des Dialogs zu anderen Kulturen |
Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!
Wir setzen unseren Weg mit der Apostelgeschichte fort. Nach den Prüfungen, die er in Philippi, Tessalonich und Beröa durchlebt hat, kommt Paulus nach Athen, in das Herz von Griechenland (vgl. Apg 17,15). Diese Stadt, die trotz des politischen Verfalls im Schatten der antiken Herrlichkeiten lebte, bewahrte immer noch den Primat der Kultur. Hier wurde der Geist des Apostels »von heftigem Zorn erfasst; denn er sah die Stadt voll von Götzenbildern« (Apg 17,16). Dieser »Zusammenstoß« mit dem Heidentum lässt ihn jedoch nicht fliehen, sondern drängt ihn, eine Brücke des Dialogs zu jener Kultur zu schlagen.
Inkulturation der Glaubensbotschaft
Paulus beschließt, sich mit jener Stadt vertraut zu machen und beginnt so, die bedeutendsten Orte und Menschen zu besuchen. Er geht in die Synagoge, das Symbol des Glaubenslebens; er geht auf den Marktplatz, das Symbol des bürgerlichen Lebens; und er geht zum Areopag, dem Symbol des politischen und kulturellen Lebens. Er begegnet Juden, epikureischen und stoischen Philosophen und vielen anderen. Er begegnet allen Menschen, er verschließt sich nicht, er geht hin, um mit allen Menschen zu sprechen. Auf diese Weise beobachtet Paulus die Kultur, beobachtet er das Umfeld in Athen »von einer kontemplativen Sicht her«, die »jenen Gott entdeckt, der in ihren Häusern, auf ihren Straßen und auf ihren Plätzen wohnt« (Evangelii gaudium, 71). Paulus betrachtet die Stadt Athen und die heidnische Welt nicht mit Feindseligkeit, sondern mit den Augen des Glaubens. Und das stellt uns vor die Frage, wie wir unsere Städte ansehen: Betrachten wir sie mit Gleichgültigkeit? Mit Verachtung? Oder mit dem Glauben, der die Kinder Gottes inmitten der anonymen Menge erkennt?
Paulus wählt den Blick, der ihn drängt, einen Übergang zwischen dem Evangelium und der heidnischen Welt zu öffnen. Inmitten einer der berühmtesten Institutionen der antiken Welt, auf dem Areopag, gibt er ein wunderbares Beispiel für die Inkulturation der Glaubensbotschaft: Er verkündet Jesus Christus den Götzenanbetern, und zwar nicht, indem er sie angreift, sondern indem er zum »Pontifex, Brückenbauer« wird (Predigt in der Frühmesse in Santa Marta, 8. Mai 2013). [...]
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Meditationen von Papst Franziskus bei den Frühmessen in Santa Marta 2013
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