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archivierte Ausgabe 45/2019
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Die Themen
des Osservatore Romano
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Aus dem Vatikan
Ausgewählte Bildaufnahmen und ungekürzte Textabdrucke geben Ihnen einen unverfälschten und lebendigen Einblick in das Zentrum der Weltkirche.

Kirche in der Welt
Begleiten Sie den Heiligen Vater auf seinen Apostolischen Reisen oder zu Großereignissen wie Kirchen- oder Weltjugendtagen.

Dokumentation
Alle Enzykliken, Apostolischen Schreiben, Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters – bis ins Detail genau und ungekürzt in deutscher Sprache.

Kultur
Rom ist nicht nur Mittelpunkt der Weltkirche, sondern auch ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zentrum.
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Aus dem Vatikan |
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Heilige Messe in der Priscilla-Katakombe |
Unsere Hoffnung ist im Himmel |
Predigt von Papst Franziskus am 2. November |
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Der Heilige Vater beim Gang durch die Nekropole: Die Katakombe der heiligen Priscilla auf der Via Salaria in Rom wurden zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert angelegt. Benannt ist sie nach der Adeligen Priscilla, die das Grundstück bereitstellte. Wegen der vielen dort begrabenen Märtyrer ist sie auch als »Königin der Katakomben« bekannt. Die Katakombe beherbergt auf zwei Ebenen etwa 40.000 frühchristliche Grabkammern, darunter auch die Gebeine von sieben Päpsten. Entdeckt wurden diese im 16. Jahrhundert. Nach dem Besuch der Priscilla-Katakombe begab sich Franziskus zu den Papstgräbern in der Krypta unter dem Petersdom, um seiner verstorbenen Vorgänger im Gebet zu gedenken. |
Rom. Am Fest Allerseelen hat Papst Franziskus an das Schicksal verfolgter Christen erinnert und zugleich zur Hoffnung aufgerufen. In einer frei gehaltenen Predigt in den römischen Priscilla-Katakomben, wo er erstmals die heilige Messe feierte, sagte er:
Das Fest Allerseelen in einer Katakombe zu feiern – für mich ist es das erste Mal, dass ich eine Katakombe betrete, es ist eine Überraschung – hat uns sehr viel zu sagen. Wir können an das Leben jener Menschen denken, die sich verstecken mussten, die diese Kultur hatten, die Toten hier zu begraben und hier drinnen die Eucharistie zu feiern … Es ist ein schlimmer Augenblick der Geschichte, der aber nicht überwunden ist: auch heute gibt es sie. Es gibt sehr viele. So viele Katakomben in anderen Ländern, wo man sogar so tun muss, als feiere man ein Fest oder einen Geburtstag, um die Eucharistie zu feiern, weil das an jenem Ort verboten ist. Auch heute gibt es verfolgte Christen, mehr als in den ersten Jahrhunderten, noch mehr. Dies – die Katakomben, die Verfolgung, die Christen – und die heutigen Lesungen lassen mich an drei Worte denken: Identität, Platz und Hoffnung.
Identität des Christen
Die Identität dieser Menschen, die sich zur Feier der Eucharistie versammelten und um den Herrn zu loben, ist dieselbe wie die unserer Brüder und Schwestern heute in sehr vielen Ländern, wo das Christsein ein Verbrechen ist, es verboten ist, wo sie kein Recht haben. Dasselbe. Die Identität ist die, die wir gehört haben: es sind die Seligpreisungen. Die Identität des Christen ist dies: die Seligpreisungen. Es gibt keine andere. Wenn du das tust, wenn du so lebst, dann bist du Christ. »Nein, sieh, ich gehöre zu dieser Vereinigung, zu jener … Ich bin in dieser Bewegung …« Ja, ja, das ist alles sehr schön, aber es ist eine Einbildung angesichts dieser Realität. Dein Personalausweis ist dies [der Papst zeigt auf das Evangelium], und wenn du das nicht hast, dann nützen die Bewegungen oder andere Zugehörigkeiten gar nichts. Entweder lebst du so oder du bist kein Christ. Ganz einfach. Das hat der Herr gesagt. »Ja, aber das ist nicht leicht. Ich weiß nicht, wie ich das machen soll, so zu leben …« Es gibt einen anderen Abschnitt im Evangelium, der uns hilft, dies besser zu verstehen, und jener Abschnitt wird auch das »große Protokoll« sein, nach dem wir gerichtet werden. Es ist Matthäus 25. Mit diesen beiden Abschnitten aus dem Evangelium, den Seligpreisungen und dem großen Protokoll, werden wir, indem wir das leben, unsere Identität als Christen zeigen. Ohne das gibt es keine Identität. Es gibt die Vorspiegelung, ein Christ zu sein, aber nicht die Identität. [...]
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Meditationen von Papst Franziskus bei den Frühmessen in Santa Marta 2013
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