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Aus dem Vatikan
Generalaudienz auf dem Petersplatz am 8. Oktober

Auf dem Weg zu Versöhnung und Gemeinschaft

Auf dem Weg zu Versöhnung und Gemeinschaft
Papst Franziskus hat zwei Jungen eingeladen, mit ihm auf dem Papamobil mitzufahren.
Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

In den letzten Katechesen haben wir versucht, das Wesen und die Schönheit der Kirche zu beleuchten, und wir haben uns gefragt, was es für einen jeden von uns bedeutet, diesem Volk anzugehören, dem Volk Gottes, der Kirche. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass es viele Brüder gibt, die den Glauben an Christus mit uns teilen, aber anderen Konfessionen oder Traditionen angehören, die sich von der unseren unterscheiden. Viele haben resigniert – auch innerhalb unserer katholischen Kirche gibt es Resignation – angesichts dieser Spaltung, die im Laufe der Geschichte oft Ursache von Konflikten und Leid, ja sogar von Kriegen gewesen ist, und das ist eine Schande! Auch heute sind die Beziehungen nicht immer von Achtung und Herzlichkeit geprägt … Ich frage mich jedoch: Welche Haltung nehmen wir all dem gegenüber ein? Stehen auch wir dieser Spaltung resigniert oder sogar gleichgültig gegenüber? Oder glauben wir fest daran, dass man in Richtung der Versöhnung und der vollen Gemeinschaft vorangehen muss? Die volle Gemeinschaft: dass also alle gemeinsam am Leib und am Blut Christi teilhaben können.

Spaltungen verletzen Christus

Die Spaltungen unter den Christen verletzen die Kirche, und damit verletzen sie Christus, und wenn wir gespalten sind, fügen wir Christus eine Wunde zu: Denn die Kirche ist der Leib, dessen Haupt Christus ist. Wir wissen gut, wie sehr es Christus am Herzen lag, dass seine Jünger in seiner Liebe vereint bleiben. Es genügt, an seine Worte zu denken, die im 17. Kapitel des Evangeliums nach Johannes wiedergegeben sind – das Gebet, das er unmittelbar vor dem Leiden an seinen Vater richtet: »Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir« (Joh 17,11). Diese Einheit war bereits gefährdet, als Jesus noch unter den Seinen war: Denn im Evangelium wird daran erinnert, dass die Apostel untereinander darüber diskutierten, wer der Größte, der Wichtigste sei (vgl. Lk 9,46). Der Herr hat jedoch sehr auf der Einheit im Namen des Vaters bestanden und uns zu verstehen gegeben, dass unsere Verkündigung und unser Zeugnis umso glaubwürdiger sind, je mehr wir selbst als Erste fähig sind, in Gemeinschaft zu leben und einander zu lieben. Seine Apostel haben es dann durch die Gnade des Heiligen Geistes tiefer verstanden und es sich zu Herzen genommen, so dass der heilige Paulus die Gemeinde in Korinth sogar mit diesen Worten bittet: »Ich ermahne euch aber, Brüder, im Namen Jesu Christi, unseres Herrn: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung« (1 Kor 1,10).

Auf ihrem Weg in der Geschichte wird die Kirche vom Bösen versucht, der sie spalten will, und leider wurde sie von schweren und schmerzhaften Trennungen gezeichnet. Diese Spaltungen haben sich manchmal über lange Zeit hinweg fortgesetzt, bis heute. Daher ist es nunmehr schwierig, alle Ursachen zu rekonstruieren und vor allem mögliche Lösungen zu finden. Die Gründe, die zu den Brüchen und Trennungen geführt haben, können ganz unterschiedlich sein: von Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf dogmatische und moralische Grundsätze sowie unterschiedliche theologische und pastorale Auffassungen über politische und zweckgebundene Gründe bis hin zu Streitigkeiten aufgrund von mangelnder Sympathie und persönlichem Ehrgeiz … Sicher ist, dass auf die eine oder andere Weise hinter diesen Verletzungen immer der Hochmut und der Egoismus stehen, die Grund jeder Uneinigkeit sind und uns intolerant machen, unfähig, jene anzuhören und anzunehmen, die andere Ansichten oder Standpunkte haben als wir selbst. [...]
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