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Aus dem Vatikan
Generalaudienz in der »Aula Paolo VI« am 5. September

Eine Symphonie des Gebets

Eine Symphonie des Gebets
Liebe Brüder und Schwestern!

Heute nehmen wir nach der Sommerpause die Audienzen im Vatikan wieder auf und setzen jene »Schule des Gebets« fort, die ich gemeinsam mit euch in diesen Mittwochskatechesen erkunde. Heute möchte ich über das Gebet im Buch der Offenbarung sprechen, das – wie ihr wißt – das letzte Buch des Neuen Testaments ist. Es ist ein schwieriges Buch, das jedoch einen großen Reichtum enthält. Es bringt uns in Berührung mit dem lebendigen und leidenschaftlichen Gebet der christlichen Gemeinde, die »am Tag des Herrn« (Offb 1,10) versammelt ist: denn auf dieser Grundspur bewegt sich der Text.

Lob Gottes für seine Liebe

Ein Vorleser trägt der Gemeinde eine Botschaft vor, die dem Evangelisten Johannes vom Herrn anvertraut wurde. Der Vorleser und die Gemeinde stellen sozusagen die beiden Hauptakteure im Ablauf des Buches dar; sie werden gleich zu Anfang mit einem feierlichen Segenswunsch bedacht: »Selig, wer diese prophetischen Worte vorliest und wer sie hört« (1,3). Aus dem beständigen Dialog zwischen ihnen tritt eine Symphonie des Gebets hervor, die sich mit großer Formenvielfalt bis zum Schluß entfaltet. Wenn wir dem Vorleser, der die Botschaft vorträgt, zuhören und der Gemeinde, die darauf reagiert, zuhören und sie beobachten, dann wird ihr Gebet gleichermaßen zum unsrigen.

Der erste Teil der Apokalypse (1,4–3,22) zeigt in der Haltung der betenden Gemeinde drei aufeinanderfolgende Phasen auf. Die erste (1,4–8) besteht aus einem Dialog, der sich – einzigartig im Neuen Testament – zwischen der soeben versammelten Gemeinde und dem Vorleser abspielt, der einen Segenswunsch an sie richtet: »Gnade sei mit euch und Friede« (1,4). Anschließend hebt der Vorleser die Herkunft dieses Wunsches hervor. Er kommt von der Dreifaltigkeit: vom Vater, vom Heiligen Geist, von Jesus Christus, die gemeinsam Anteil daran haben, den Schöpfungsund Heilsplan für die Menschheit voranzubringen. Die Gemeinde hört zu, und als sie den Namen Jesu Christi hört, geht gleichsam ein freudiger Ruck durch sie hindurch, und sie antwortet mit Begeisterung, indem sie den folgenden Lobpreis erhebt: »Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut; er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen« (1,5b–6). Die Gemeinde, von der Liebe Christi umgeben, fühlt sich von den Fesseln der Sünde befreit und erklärt sich zum »Reich« Jesu Christi, das völlig ihm gehört. Sie erkennt die große Sendung, die ihr durch die Taufe anvertraut wurde: die Gegenwart Gottes in die Welt zu tragen. Und sie schließt ihren Lobpreis, indem sie erneut unmittelbar auf Jesus schaut und mit wachsender Begeisterung seine »Herrlichkeit und die Macht«, die Menschheit zu retten, erkennt. Das »Amen« am Ende schließt den Lobgesang auf Christus ab. Bereits diese ersten vier Verse enthalten einen großen Reichtum an Hinweisen für uns; sie sagen uns, daß unser Beten vor allem ein Hören auf Gott sein muß, der zu uns spricht. Von vielen Worten überflutet, sind wir kaum daran gewöhnt zuzuhören und uns vor allem in die innere und äußere Haltung der Stille zu versetzen, um darauf zu achten, was Gott uns sagen will. Diese Verse lehren uns außerdem, daß unser Gebet, das oft nur ein Bitten ist, vielmehr vor allem ein Lob Gottes für seine Liebe sein muß, für das Geschenk Jesu Christi, der uns Kraft, Hoffnung und Heil gebracht hat. [...]
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